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Insektenstiche beim Lauftraining

Immer wieder machen Läuferinnen und Läufer Bekanntschaft mit stechenden Insekten, vor allem Bremsen, Bienen und Wespen. Im August 2011 wurde ich beim Lauftraining innerhalb von zwei Wochen einmal von einer Biene in den Oberschenkel und einmal von einer Wespe in die Lippe gestochen.

Bienenstich und Wespenstich

© Ayupov Evgeniy - Fotolia.com
Wespen und Lauftraining

Zu den schmerzhaften Insektenstichen gehören der Bienen- und der Wespenstich.

Während Bienen vor allem an Orten mit Blüten unterwegs sind, findet man die Wespen fast überall. Bienen bestäuben andere Blütenpflanzen, Wespen vertilgen eine Unmenge an Insekten wie Fliegen und Mücken.

Auch Hummeln, die als sehr gutmütig gelten, stechen in der Not einmal zu. Der Stich ist ebenfalls sehr schmerzhaft.

In Notwehr gehandelt...

Bienen und Wespen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Da der Stachel einer Biene einen Widerhaken besitzt, bleibt dieser in der menschlichen Haut stecken. Entferne den Stachel, aber verhindere ein Kratzen, da damit das Gift noch mehr verteilt wird. Danach kühlst du die Stelle und bestreichst sie wenn möglich mit einer Salbe für Insektenstiche (z.B. Fenistil Gel). Es gibt Läuferinnen und Läufer, die schwören auf das Auflegen einer frischen Zwiebelscheibe. Deren ätherischen Öle wirken antibakteriell und entzündungshemmend.

Wespen- und Bienenstichstellen immer zusätzlich desinfizieren, da leicht eine Infektion entstehen könnte. Stiche im Mund- und Rachenbereich sind besonders gefährlich. Bei rund 2 % der Bevölkerung treten nach Stichen von Wespen oder Bienen allergische Reaktionen auf: Innerhalb von kurzer Zeit schwillt die betroffene Stelle auf einen Durchmesser von 10 cm an. Wer von allergischen Reaktionen betroffen ist, führt ein Antiallergikum mit, welches direkt nach dem Stich eingenommen werden könnte.

Bremsen - die lästigen Blutsauger

Die Bremsen - in der Schweiz nennen wir sie "Bräme" - sind an schwülwarmen Tagen von etwa April bis August unterwegs. Man findet sie vor allem in der Nähe von feuchtwarmen Stellen und Nutztierweiden. Nur die Weibchen der Bremsen stechen, weil Sie das Blut für ihre Brut benötigen.

Insektenstiche beim Lauftraining im Hochsommer

Der Biss einer Bremse ist recht schmerzhaft, da sie relativ grosse Stechwerkzeuge haben. Wie alle blutsaugenden Insekten injizieren die Bremsen beim Stechen ein gerinnungshemmendes Sekret, welches anschliessend zu der Schwellung führt. Diese ist in der Regel grösser als beim Stich einer Mücke.

Bremsen schaffen es, durch luftige Stoffe zu stechen (zum Beispiel durch das Laufshirt). Wenn du in einem Gebiet mit vielen Bremsen trainierst, kannst du dich durch das Einreiben eines Insektenschutzmittels recht gut schützen.

Wenn dich eine Bremse trotzdem erwischt, reibst du sofort etwas Speichel über die Einstichstelle. Das mindert, mehrfach angewendet, den Juckreiz etwas. Noch besser ist eine Salbe für Insektenstiche oder etwas Seife (Lauge).

Wer sich bei Pflanzen etwas auskennt: Ein Blatt Spitzwegerich (oft auf Wiesen zu finden) auf der Bissstelle zerreiben, bis sich der grüne Saft verteilt. Lindert den Juckriez. Danke Bruno für den Tipp!

So kannst du dich vor Insektenstichen schützen:

Hier ein paar Tipps, wie du die Gefahr von Insektenstichen minimieren könntest. Du wirst aber auch sehen, dass nicht alle Tipps im Hochsommer gut umzusetzen sind.

  • Trag etwas festere Kleidung. Das geht im Hochsommer natürlich nicht, weshalb auch die Gefahr steigt, gestochen zu werden.
  • Sonnencrème oder Insektenschutzspray wirkt gegen Insekten etwas abweisend. Wenn du aber stark schwitzt, wird der Schutz wieder verringert.
  • Achte vor dem Trinken, dass kein Insekt auf dem Mundstück sitzt.
  • Trage keine knalligen Farben.
  • Benütze möglichst kein Parfüm.
  • Atme durch die Nase, damit kein Insekt in den Mundbereich gerät.
  • Vermeide hektische Bewegungen.

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