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Windchill-Effekt - Laufen bei kühleren Temperaturen

Wenn du einmal bei Wind unterwegs warst, hast du sicher schon festgestellt, dass die wirkliche Temperatur nicht mit deinem Kälteempfinden übereinstimmte. Da bei Wind (oder auf dem Fahrrad bei Fahrtwind) die Temperatur kälter empfunden wird, hat man den Windchill-Faktor erfunden. Mit ihm lässt sich die subjektive Kälteempfindung berechnen, welche von der Windstärke abhängig ist. Je stärker der Wind (oder Fahrtwind), desto kälter wird eine Temperatur empfunden. 

Der Windchill-Effekt

Eine Temperatur von 4 Grad Celsius (a) wird bei einer Windgeschwindigkeit von 40 km/h wie -10 empfunden (b).

Regeln für die Bekleidung bei Kälte

Über den Kopf können wir bis zu 30 %* der Körperwärme abgeben. Was im Sommer wichtig ist, kann im Winter schon mal eine Erkältung provozieren. Bei kühler Witterung solltest du ein Stirnband oder eine Laufmütze tragen. Ausserdem sind Hände und Halsbereich gut vor einer Auskühlung zu schützen. Für die Hände kann ich die Winds-Stopper-Laufhandschuhe nur empfehlen. Das ist absolut gut investiertes Geld!

Gesicht vor Kälte schützen

Bei sehr kalten Temperaturen und kühlen Wind creme ich die ungeschützte Gesichtshaut mit der Käteschutzcreme "Calendula - Wetterbalsam" von Weleda ein. Diese Crème enthält Bienenwachs und schützt die Gesichtshaut sehr gut vor beissendem Wind und den "spitzigen" Schneeflocken.

Warme Füsse - gute Laufschuhe

Trail-Laufschuhe Salomon XA PRO GTX

Auch die Füsse haben es gerne warm: Sinkt die Temperatur an Händen und Füssen zu stark, kühlt sich auch der gut geschützte Rumpf aus. Die "normalen" Laufschuhe sind meist aus einem luftdurchlässigen Mesh-Obermaterial gemacht, damit man in der warmen Jahreszeit nicht zu sehr schwitzt.

Mit diesen Schuhen wird es bei Minustemperaturen und Wind sehr ungemütlich. Ich habe einmal Goretex-Fahrradsocken gekauft. Die liegen so gut an den Füssen, dass ich die auch schon zum Lauftraining benutzt habe. Inzwischen schwöre ich im Winter oder bei garstigem Wetter die wasserdichten Goretex-Modelle oder bei Schnee die Trail-Laufschuhe.

Trotzdem laufe ich auch im Winter mit den Lightweight-Trainern und lege unter die Einlegesohle einfach eine sehr dünne Thermosohle. Das reicht für einen längeren Lauf auf Asphaltwegen auch bei Minustemperaturen, aber ohne Wind.

Zwiebelprinzip

Windstopper-Jacke von Adidas

Mehrere dünne Funktionsschichten übereinander isolieren besser als nur zwei dicke. Deshalb solltest du dich immer nach diesem "Zwiebel-Prinzip" kleiden. Heute gibt es eine ganze Reihe von speziellen Laufbekleidungsstücken - von der Thermounterwäsche bis zur beinahe wasserdichten Überjacke. Die Laufjacke sollte nicht zu gross sein, da sich sonst die Luft darunter nicht richtig erwärmen kann, was für eine schnelle Auskühlung des Körpers führt.

Trotzdem solltest du dich nicht zu warm anziehen, die ersten 10 Minuten darf man ruhig etwas kühl haben. Wenn du dich zu fest einpackst, beginnt dein Körper sehr stark zu schwitzen - die Funktionskleider können auch keine Wunder bewirken und den ganzen Wasserdampf nach aussen abgeben. Wenn du einmal beim Laufen auf "Betriebstemperatur" bist und zweckmässige Laufkleider trägst, kühlst du auch beim Training bei minus 10 Grad nicht aus.

Tipp:

Schreibe dir ins Lauftagebuch bei welchen Wetterverhältnissen du was angezogen hast. Ich schaue doch noch ab und zu bei Unsicherheiten dort hinein und entscheide mich dann für die schon mehrmals erprobte Kleiderkombination bei entsprechendem Wetter.

*Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass diese Angabe nicht stimmt. Richtig ist, dass bei "nacktem" Körper wirklich nur 10 % der Wärme über den Kopf verloren geht, bzw. abgegeben wird. Aber wer, liebe Läuferinnen und Läufer, wagt es, nackt durch den Winterwald zu streifen?  


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