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Training mit einem Smartphone aufzeichnen

Laufen mit dem Smartphone

Wenn du ein SmartPhone besitzt und trainierst, hast du dich sicher auch schon gefragt, ob und wie du damit deine Trainingseinheiten aufzeichnen kannst. Heute sieht man viele Läuferinnen und Läufer, die mit ihrem Smartphone am Oberarm laufen oder sogar Wettkämpfe bestreiten. Die Musik ist dann auf Wunsch gleich auch dabei.

Andreas erklärt dir hier seine Lösung.

Warum Trainingsaufzeichnung?

  • bessere Trainings- und Leistungskontrolle
  • den Lauf nochmal Revue passieren lassen
  • Spass am Umgang mit der Technik

Wie kannst du die Trainingserte erfassen, verwalten, auswerten und darstellen?

Tracking mit dem Smartphone

Zunächst benutzte ich ein Lauftagebuch, später landete ich bei einer Tabellenkalkulation in Kombination mit einer Pulsuhr und seit einiger Zeit benutzte ich ein Smartphone, um mein Training - Laufen und Mountainbike - aufzuzeichnen.

Wenn du alle Hard- und Softwarehürden übersprungen hast, ist die Smartphonevariante, stabil und verlässlich. Es gibt eine Vielzahl von Geräten und ebenso viele Apps. Einen Gesamtüberblick zu geben ist hier allein schon wegen den kurzen Produktzyklen wenig sinnvoll. Ich stelle meine Lösung vor. Diese kann 1:1 „nachgebaut“ werden oder als Einstieg in eigene Experimente dienen.

Für mich stand das Ziel "klein, leicht, robust und flexibel" an oberster Stelle.

Das Smartphone

Ericcson xperia active Smartphone für Trainingsaufzeichnungen

Ich benutze ein Sony Ericsson „xperia active“. Es ist ein „Android“-Smartphone, d. h. das Betriebssystem ist Android von Google (in Version 2.3). Die Software läuft auf all diesen Handys unabhängig vom Hersteller des Gerätes. Das active ist ein Outdoorhandy. Es ist stossfest, staubdicht und wasserresistent. Es besitzt einen barometrischen Höhenmesser, GPS und - was mir wichtig war - die ANT+ Schnittstelle zur Anbindung an einen Brustgurt. Zum Lieferumfang gehört eine Armtasche, in welcher das Handy mit kleinen Abstrichen bedienbar bleibt.

Der Brustgurt

Brustgurt Cyclo BlueEyeIII

Es gibt grundsätzlich zwei Varianten von Brustgurten: Zum einen ist da Bluetooth. Diese Schnittstelle dürfe jedes Handy besitzen und ist bekannt aus dem Computerbereich. Nachteil ist hier, dass diese recht viel Strom verbraucht, was die Aufzeichnungsdauer verkürzt. Da ich ja nicht nur laufe, sondern auch mit dem MTB unterwegs bin, ein echter Nachteil. Wenn ich Tagestouren unternehme, dann habe keine Lademöglichkeit. Daher wählte ich einen ANT+ Brustgurt (Cyclo BlueEye III). Der Vorteil: Neben dem geringeren Stromverbrauch nutzen einige Pulsuhren diese Schnittstelle bereits und der Brustgurt der Pulsuhr kann zum Beispiel bei Garmin-Geräten auch für das Smartphone eingesetzt werden. Nachteil: Meine Lieblings-App unterstützt für die Aufzeichnung und vor allem die Darstellung der Werte (SportsTracker) diese nicht (dazu später mehr).

Zubehör

Wie eingangs erwähnt liegt dem „xperia active“ eine Armtasche bei, die ihren Zweck voll erfüllt. Sie ist angenehm zu tragen und rutscht nicht. Etwas experimentieren musst du mit der Anzugsstärke des Klettverschlusses, damit deine Blutversorgung im Arm nicht behindert wird. Für längere Strecken nutze ich gerne einen Hüftgurt. Du kannst das Smartphone auch im Rucksack mitführen - das GPS Signal wird dadurch nicht unterbrochen. Das „active“ habe ich noch mit einer Silikonschutzhülle versehen. Es passt dann knapp noch in die Armtasche.

Die Software

Neben der Hardware spielt die eingesetzte Software eine wichtige Rolle. Ich persönlich finde die App „Sportstracker“ recht komfortabel. Neben der Aufzeichnung der gelaufenen Routen inkl. Herzfrequenz, Höhe usw, können die Daten auch ins Internet übertragen werden. Dies geschieht sehr praktisch am Ende der Trainingsaufzeichnung über eine Datenverbindung oder WLAN.

Unter www.sports-tracker.com kannst du die Daten verwalten und auswerten. Das Onlineportal bietet die Möglichkeit, einzelne Tracks für die Öffentlichkeit sichtbar abzuspeichern. Ohne weitere Konfiguration bleiben deine Daten nur für dich sichtbar. Die Auswertungsmöglichkeiten sind sehr funktional. So wird beim Ziehen der Maus über die Streckenaufzeichnung der jeweilige Standort in einer Hybridkarte - eine Karte bestehend aus Terrain und Strassen - angezeigt.

Printscreen: www.sports-tracker.com
Trainingsauswertung SportsTracker

Natürlich funktioniert es analog mit unterschiedlichen Sportarten. Wie auf dem Printscreen zu sehen, stehen dir jede Menge Werte zur Verfügung. Einen Wermutstropfen hat die Sache jedoch: Die Aufzeichnung der Herzfrequenz ist derzeit nur über einen Bluetooth Brustgurt möglich. Dieser wird auf der Seite auch zum Kauf angeboten. Da die Nutzung des Portals sonst kostenfrei ist, ein faires Angebot. Als Workaround nutze ich zur Trainingsaufzeichnung die App „OruxMap“. Sie verfügt über eine ANT+ Schnittstelle mit den oben beschriebenen Vorteilen. Da die Daten auch hier im sog. GPX-Format abgespeichert werden, können diese mit der aufgezeichneten Herzfrequenz über die Importfunktion des Portals hochgeladen werden.

Schlussbemerkungen

Andreas - Trainingsaufzeichnung mit Sportstracker

Ich hoffe, dir damit einen kleinen Einblick in die Trainingsaufzeichnung mit dem Smartphone gegeben zu haben. Jeder muss für sich die richtige Hard- und Softwarekombination herausfinden. Der Anfang kann etwas mühsam sein, hast du eine funktionierende Kombination gefunden, ist alles recht problemlos. Trotz des technischen Equipments gibt es für mich nichts Schöneres als ohne Pulsuhr, ohne Gedanken über Sinn und Unsinn, Trainingsfortschritt oder dergleichen einfach die Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen!

Andreas

Trainingsauswertungen mit www.sports-tracker.com.


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