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Saucony Mirage 3 - Leicht, leichter, Mirage...

Seit Jahren laufe ich immer die gleichen Laufschuhmarken. Da kam der Frühling richtig, um einmal bei anderen - weniger bekannten - Marken reinzuschlüpfen. Nebst dem Wave Inspire von Mizuno probierte ich den Saucony Mirage 3 aus, ein wahres Leichtgewicht unter den Leichtgewichten.

Reduce to the max

Saucony Mirage 3 Laufschuhe

Als ich den Mirage - mit 252g ein wahres Leichtgewicht - zum ersten Mal in den Händen hielt, dachte ich: Und dieses Modell soll gestützt sein? Ausser der Mittel- und Aussensohle hat man da fast nichts mehr in der Hand, bzw. am Fuss. Das Obermaterial fühlt sich leicht und luftig an, die Fersenbox ist auf das Minimum reduziert.

Das Laufgefühl mit den Mirage

Und das war die erste Überraschung: Die Sohle empfand ich bei den ersten Schritten auf dem Asphalt etwas "starr". Aber sofort spürte ich auch die Pronationsstütze, die den Mirage zu einem sehr leichten Support-Laufschuh macht. Nach einigen Minuten laufen und der Angewöhnung an nur 4mm Sprengung kam die Leichtigkeit des Laufens voll zum Tragen: Diese Schuhe fordern einem geradezu auf, schnell zu laufen!

Die Sohle lässt den Boden sehr direkt spüren - vergleichbar mit dem DS Trainer von Asics, der aber mit 9mm eine deutlich höhere Sprengung aufweist. Was sich auf dem Asphalt perfekt anfühlt, wird auf steinigen Naturwegen etwas unangenehmer: Denn jeder Stein ist durch die Sohle zu spüren - und die kleineren davon setzen sich in den Kerben unter der Ferse fest.

Dieser Schuh ist für mich definitiv auf hartem Boden zuhause.

Passform

Leichte gestützte Laufschuhe: Saucony Mirage 3

Verwöhnt von den DS Trainern sind meine Erwartungen jeweils sehr hoch. Das erste Gefühl in den neuen Schuhen zählt. Der Saucony Mirage 3 gibt dem Fuss und vor allem der Ferse auch locker geschnürt einen sehr guten Halt. Die Fersenbox ist so geschnitten, dass die Achillessehne nicht von aussen gereizt werden kann.

Der Schuh fühlt sich wie ein Hausschuh an - was gibt es da für bessere Noten? Meine Teststrecke führte über steile Passagen auf- und abwärts. Da machen sich Probleme mit der Passform jeweils schnell bemerkbar. Nicht beim Mirage.

Einsatzgebiet des Mirage

Schon der Name macht Tempo: Die Schweizer Jagdflieger hiessen so und der Vorgänger der S-Bahn-Züge, ein roter Pendelzug, wurde ebenfalls Mirage genannt.

Ein Schuh, um schnelle Einheiten zu laufen und, je nach Stärke der Überpronation, auch für kürzere Wettkampfeinsätze geeignet.

Im Gegensatz zu einem Barfuss-Laufschuh weist der Mirage bei geringem Gewicht eine stabile Mittesohle und eine kleine Sprengung (4mm) auf. Das Modell kann also durchaus aus Brücke zwischen Lighweighttrainern und Neutrallaufschuhen gesehen werden.

Fazit

Überraschender Gesamteindruck einer Marke, die in der Schweiz im Schatten der anderen grossen den Markt umkämpfen muss.

Ein leicht gestützter Laufschuh mit guter Passform und poppigen Farben.


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