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Misserfolge im Lauftraining

Ich habe es immer wieder einmal versucht. Meist gab es pro Jahr zwei Startversuche: Einen im Frühling als neuer Vorsatz fürs Jahr und einen im Herbst, getrieben durch das schlechte Gewissen, den Jahresvorsatz bis dahin nicht aufrecht gehalten zu haben.

Die grosse Überwindung - der innere Schweinehund

Trainingsmisserfolge und Trainingserfolge

Ein Start mit Joggen oder Laufen brauchte immer wieder sehr grosse Überwindung. Es gab zu viele interessante Dinge, die ich auch noch hätte machen können und die zu allem Überfluss auch noch viel weniger schweiss treibend waren.

So nahm ich mir oft am Abend vor dem Einschlafen vor, am Morgen laufen zu gehen und postierte die Laufsachen so, das ich morgens mindestens darüber stolpern würde. Damit versuchte ich zu verhindern, dass ich den Vorsatz vorsätzlich vergessen würde.

Stolpern brauchte ich am nächsten Morgen nicht einmal. Kaum aufgewacht, provozierte der Gedanke an Frühsport einen Schwächeanfall und die ganze Energie war schon weg, bevor ich einen Fuss aus dem Bett gewagt hatte. Der innere Schweinehund hatte mich wieder einmal besiegt!

Zuviel wollen bringt oft wenig

Wenn ich es dann abends nach der Arbeit trotzdem noch schaffte, sah das erste Lauftraining - eher das erste Pensum - so aus: Start vor dem Haus in zügigem Tempo bis zur Steigung. Dort mit forschem Lauftempo die kurze Bergaufpassage hinauf, um möglichst schnell Höhenmeter und, wie ich heute weiss, Maximallaktatwerte zu sammeln. Die Runde, welche etwa 4 Kilometer mass, schloss ich dann mit einem Endspurt bis zum Haus wieder ab. Dort drückte ich jeweils freudig die Stoppuhr und verschwand ausgepowert unter der Dusche.

Am nächsten Tag das gleiche Schauspiel und - wie schnell spricht doch ein Training an - sogar neue Bestzeit! Nach dem dritten Tag war ich dann so auf den Felgen, dass ich mich selber mit dem Slogan "so was kann ja nicht gesund sein" vom Aktivtraining verabschiedete.

Ab und zu wollte ich meinen Leistungszuwachs mit einem 12-Minuten-Lauf messen. Das gab dann weniger Bestzeiten - mehr Dauerfrust.

Schweinehund endgültig besiegt - glaube ich wenigstens...

Misserfolge beim Laufen

Erst im Frühling 2000 nahm ich mit dem x-ten Vorsatz ein regelmässiges Training auf und erwarb einen ganz einfachen Pulsmesser, der nun mein regelmässiger Begleiter wurde. Ich lernte damit das optimale Trainingstempo kennen und wie mein Körper auf die verschiedenen Belastungsintensitäten reagierte. Seit dieser Zeit laufe ich nun das ganze Jahr hindurch regelmässig und nehme auch an Wettkämpfen teil. Zwischendurch gibt es mal eine Woche, die ich ganz lauffrei gestalte. Die Entzugserscheinungen melden sich dann aber automatisch wieder...

Wie ich es weiter geschafft habe? So!

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