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Lockerer Lauf und Fartlek bei den Kenianern

Eine Woche Training bei den Kenianern in Iten. Von Anja Prieler.

Mittwoch - lockeres Training

Mittwochs darf locker gelaufen werden und jeder hört auf seinen Körper. Die Kenianer trainieren nicht wie sonst in grösseren Gruppen, sondern in Zweier- oder Dreierteams, manchmal auch alleine. Müdigkeit macht sich schon langsam in den dünnen Körpern breit und jeder läuft heute nur nach Gefühl. Es ist Mitte der Woche, da ist sogar hier in Iten alles etwas ruhiger, leiser und langsamer.

Kaum haben die Kenianer den lockeren Lauf zu Ende gebracht, ist es Zeit für die nächste harte Einheit.

Donnerstag – Fartlek Tag in Iten

Das ist eine der beliebtesten Trainingseinheiten im Rift Valley Hier ist für jeden etwas dabei: Eine Mischung aus Speedwork, Hillwork und Ausdauer. Es kann sich also niemand beklagen. Bergauf und bergab, quasi über Stock und Stein werden in „full speed“ ein bis acht Minuten mit unterschiedlich langen Trabpausen gelaufen. Das am meisten absolvierte Fartlek ist aber bestimmt 15-25 mal eine Minute schnell - eine Minute langsam.

Kenianer beim Lauftraining

Die schnellen Minuten werden so schnell wie möglich absolviert. Pulsmesser kennen die Kenianer nicht, die würden höchstens als Last bezeichnet, aber bestimmt nicht zum Training verwendet werden. Hier in Iten darf man noch auf seinen Körper hören – für den ein oder anderen europäischen Läufer eine völlig neue Lebenserfahrung.

Wer bis jetzt noch nicht müde ist, wird es spätestens nach dieser Einheit sein. Doch das stört heute niemanden, denn morgen am Freitag ist „Jogging day“ und der ist einfach zu beschreiben: kurz und langsam darf es sein. Energie und Kraft muss gespart und getankt werden, denn spätestens am Samstag liegt wieder Spannung in der Luft: Dann ist wieder „Long run day"...


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