Fussgelenke stärken - Balancieren
Regelmässiges Gleichgewichtstraining stärkt Muskeln, Sehnen und Bänder, schärft und sensibilisiert deine Sinne und kann sogar Gelenke stabilisieren und verspannte Muskeln lockern und aktivieren. Und das alles kannst du sogar ohne Zeitmehraufwand haben.
Ständig um Ausgleich bemüht
Dein Körper ist ständig damit beschäftigt, das Gleichgewicht zu finden. Ob du nun in der fahrenden U-Bahn stehst, über Waldwege schlenderst, auf Kopfsteinpflaster unterwegs bist oder auf einem Gehsteig läufst, immer ist dein Körper darauf aus, den Körperschwerpunkt unter Kontrolle zu halten. Mit jedem Schritt und jedem Fussaufsatz versucht dein Körper, einen sicher Stand herbeizuführen. Dabei spielen "Sensoren" in Gelenken und Muskeln eine wichtige Rolle. Sie melden die aktuelle Position über Nervenleitungen dem Gehirn. Die Situation wird ausgewertet und Muskeln erhalten neue Aktivierungsbefehle.
Wie wichtig dieses Zusammenspiel zur richtigen Balance ist, merkst du erst, wenn durch Alkohol oder andere Drogen die Reizleitungen zu langsam funktionieren und du ins Torkeln kommst.
Balancegefühl lässt im Alter nach
Im fortschreitenden Alter lässt das Balancegefühl und die Reaktionsschnelligkeit meist nach. Ältere Leute sind oft auf Gehhilfen wie Stöcke angewiesen.
Durch regelmässige Bewegung und spielerische Balancierübungen kannst du diesen schleichenden Verlust der Balance verlangsamen oder sogar kompensieren. Zudem kannst du deine Laufgeschwindigkeit mit regelmässigen Übungen erhöhen und deinen Laufstil verbessern.
Beim Lauftraining brauchst du ein gutes Balancegefühl: Jeder Fussaufsatz ist anders, die Laufuntergründe wechseln ab, verschiedene Laufgeschwindigkeiten erhöhen den Schwierigkeitsgrad. Da ist gute Balance gefragt!
Balancieren - Kreativität ist gefragt
Im Wald
Balancieren kannst du in der freien Natur an vielen Orten: Wenn du durch einen Wald läufst, findest du sicher einen liegenden Baumstamm, über den du zwischen deinen Laufrunden ein paar Mal balancieren kannst. Versuche, auf dem Baum ruhig stehen zu bleiben, schliesse die Augen. Sauge den Duft des Waldes ein und lass dich von den Geräuschen eines Naturwaldes entspannen. Erhöhe den Schwierigkeitsgrad, indem du einbeinig balancierst oder dazu noch leicht in die Knie gehst.
Falls du keine Balanciermöglichkeit findest, kannst du im Einbeinstand balancieren und die Schwierigkeit erhöhen, indem du den Oberkörper vorneigst und das freie Bein nach hinten streckst.
An der Strasse
Bei uns in der Schweiz sind die meisten Strassen gemäss schweizerischer Pingeligkeit mit Randsteinen versehen. Der Gehsteig wird gegen die Anrainergrundstücke ebenfalls mit kleinen Randsteinsockeln versehen. Die eigenen sich, wenn nicht gerade Dornengestrüpp den Rand säumt, hervorragend zum Balancieren. Gehe einmal mit kleinen Kindern spazieren. Die zeigen dir, wo balanciert werden kann :-)
Zuhause im Wohnzimmer
Ich habe mir drei Kippbretter gebastelt. Wenn ich mir eine Sendung anschaue, nehme ich diese Balancierbretter hervor, richte mich ein und balanciere abwechslungsweise auf den verschiedenen Brettern. Damit habe ich nicht einmal einen zusätzlichen Zeitaufwand, um meine Füsse zu kräftigen und die richtige Balance zu finden.
Sehr komfortabel sind natürlich auch die Therapiekreisel. Aber mit ganz wenig handwerklichem Geschick wirst du schon mit der günstigen Kippbrett-Variante glücklich werden.





