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Kalorienverbrauch beim Joggen und Laufen

© Patrick Angst Grafikdesign
Energieverbrauch beim Laufen und Joggen

Die Energiegewinnung ist einer der wichtigsten Prozesse in deinem Körper. Energie, welche in Nahrungsmitteln gespeichert ist, wird unter Verwendung von Sauerstoff „verbrannt“. Die freiwerdende Energie wird für das Funktionieren der Organe, eine ausgeglichene Körpertemperatur und für die Muskeltätigkeit benötigt.

Der Energieverbrauch des Körpers und der Energiegehalt von Lebensmitteln werden in Kilokalorien (kcal) oder Kilojoule (kJ) gemessen.

1 kcal = 4.18 kJ, 1 kJ = 0.24 kcal.

Ein Gramm fett entspricht etwa 9 kcal, ein Gramm Kohlenhydrate oder ein Gramm Eiweiss je 4 kcal.

Grundumsatz und Leistungsumsatz

Der Grundumsatz bezeichnet die Energiemenge, welche ein Körper bei völliger Ruhe braucht, um die nötigen Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Den grössten Teil des Grundumsatzes benötigen das Gehirn und die Skelettmuskulatur mit je etwa 25%.

Als Leistungsumsatz bezeichnet man die Energie, welche du für die Tätigkeiten des Alltages zusätzlich verbrauchst. Je intensiver du dich bewegst, desto mehr Energie benötigt dein Stoffwechsel.

Unterschiedlicher Kalorienbedarf

Energieverbrauch beim Lauftraining

Körpergewicht, Geschlecht, Alter, körperliche Tätigkeit, äussere Bedingungen (Wärme, Hitze, Kälte), Stoffwechsel, Vererbung und viele andere Faktoren beeinflussen den Energieverbrauch jedes Menschen. Bei zunehmendem Alter sinkt zum Beispiel der Energieverbrauch, welcher auf verminderte Zellaktivität zurückzuführen ist. Wer bei ähnlichem Aktivitätsniveau mit 40 Jahren gleichviel Kalorien zu sich nimmt wie mit 30, wird langsam an Gewicht zulegen, weil mehr Kalorien zugeführt werden, wie verbrannt werden können.

Da Frauen gegenüber den Männern einen tieferen Muskelanteil aufweisen, benötigen sie für den Grundumsatz, an welchem die Muskulatur stark beteiligt ist, auch etwa 10% weniger Energie. Eine durch Training erhöhte Muskelmasse verbrennt im Grundumsatz, also in Ruhe, ebenfalls mehr Energie. Ein willkommener Nebeneffekt für alle, die abnehmen möchten.

Was bringt mir Kalorienzählen?

Wenn du normal trainierst, weder abnehmen noch zunehmen musst, brauchst du dir keine Gedanken zu den Kalorien zu machen.

Für alle, die ihr Gewicht reduzieren müssen, ist es wichtig, dass die Energiezufuhr kleiner ist als der Verbrauch, damit "überschüssige Pfunde" im Stoffwechsel abgebaut werden.

Für alle Läuferinnen und Läufer werden die Verbrauchsangaben interessant, wenn sie zum Beispiel ihr Training plötzlich stark erhöhen, stark reduzieren oder ganz einstellen.

Meist essen Läuferinnen und Läufer, welche die sportliche Aktivität reduzieren, trotzdem genau gleich viel weiter. Das bedeutet, die Energiezufuhr ist höher als der Verbrauch. Ergebnis: Du legst Gewicht zu.

Marathon- oder Halbmarathontraining

Wichtig wird die Menge der Kalorienzufuhr, wenn du zum Beispiel auf einen Halbmarathon oder sogar Marathon trainierst. Die grossen Trainingsumfänge generieren einen massiv erhöhten Energiebedarf. Wer dann nur nach Hunger isst, muss damit rechnen, sich einseitig oder mangelhaft zu ernähren. Das hat Auswirkungen auf die Gesundheit und das Training.

Bei einem Longjog über 25 km verbrennt ein Läufer von 70 kg zusätzlich einen Energiewert in der Höhe von 1500 kcal. Das entspricht immerhin einer Menge von 500 g ungekochten Teigwaren!

Hier kann es durchaus Sinn machen, den erhöhten Kalorienbedarf etwas zu kontrollieren und die Ernährung demensprechend anzupassen.

» Kalorienverbrauch einer Laufeinheit berechnen

» Kalorienverbrauchstabelle Lauftraining

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