Suchcode diese Seite: 944


Facebook
Laufberichte » Lauferlebnisse » Greifenseelauf Uster » 32. Greifenseelauf 2011

32. Greifenseelauf in Uster - mein 15. Halbmarathon

Im 2004 lief ich in Uster meine allerersten Laufwettkampf, nachdem ich 1999 mit regelmässigem Lauftraining begonnen hatte. Dieses Jahr stand ich zum 8. Mal an der Startlinie in Uster.

Bei sommerlichen Wetter und sommerlichen Temperaturen fahre ich im Zug über das imposante Sitterviadukt Richtung Rapperswil. Im Westen kündigen dichte Wolkenschichten eine Kaltfront an, die gegen Abend Regen bringen wird.

Die Fahrt ist immer ein wenig eine Fahrt in meine Vergangenheit: Am Oberen Zürichsee bin ich aufgewachsen, habe die Schule und die Berufsausbildung besucht und später im Zürcher Oberland gearbeitet.

Vorbereitung

Auf den ersten Halbmarathon überhaupt, im 2004, habe ich mich mehr schlecht als recht vorbereitet. Da sträuben sich mir heute die Haare. Aber Erfahrung muss erst gesammelt werden. In zweiten Halbjahr komme ich nicht immer so regelmässig zum Trainieren wie im ersten, weshalb die Ziele für den Herbst auch etwas weniger ehrgeizig sind.

32. Greifenseelauf Uster Halbmarathon

Der Lauf vor dem Lauf

So eng wie in diesem Jahr, wurde es noch nie vor dem Start: Mein Zug erreichte 14:20 Uster und mein Startblock würde um 15:01 auf die Strecke gelassen. Dazwischen musste ich zuerst zum Zielgelände die Startnummer abholen, die Wertsachen deponieren, zur entfernten Garderobe laufen, Umziehen, Startnummer befestigen, Austreten, Aufwärmen und zum Startgelände laufen. Dass ging nicht ohne Rennen: Die 10 min zum Startgelände lief ich mich gleich ein und erreichte 25 Sekunden vor dem Startschuss den Schlussteil meines Blockes.

Und schon auf der Strecke

So ging es ruck-zuck und ich war mitten auf dem ersten der 21 anstehenden Kilometer. Wie immer am Anfang bewusst langsam starten! Während der Block sich langsam in die Länge zog und sich wie ein farbiger Regenwurm um den Greifensee schlängelte, versuchte ich mein Tempo zu finden. Angepeilt habe ich einen Kilometerschnitt von 4:45, den ich auf den ersten 10 Kilometern aber nur knapp halten konnte. Egal, das Tempogefühl war wichtiger.

Rückstand in der ersten Hälfte

Brooks Adrenalin GTS

Bei Kilometer 10 hatte ich auf die geplante Pace fast eine Minute Rückstand gesammelt. Das irritierte mich ein wenig. Aber es lief gefühlsmässig gut und dachte, diese Zeit in der zweiten Hälfte schon wieder etwas aufzuholen. Der Schweiss rann in Strömen. Es war wirklich sehr warm. Zwischendurch lieferte ein kühles Lüftchen eine angenehme Kühlung.

Der Kopf läuft mit

In der zweiten Hälfte, auf der Südseite des Greifenseeufers, waren wie üblich viele Zuschauer und spornten uns an. Mit meinem Tempo konnte ich mich stetig "nach vorne" arbeiten. Immer wieder überholte ich Läufer, welche auf diesem Teil einbrachen. Das ist hart, wenn noch acht oder neun Kilometer vor einem liegen.

Die Kilometer verschwanden in kurzen Abständen unter meinen Füssen und schon bald folgte der 14. in Uessikon. Von da an ist immer der Kopf gefragt, wenn es zuerst auf einer Geraden weit Richtung Uster nach Riedikon geht, um dann in einer Ergänzungsschlaufe zuerst auf der einen Seite der Seefeldstrasse, dann auf der anderen zurückgeht. Und anschliessend folgt wiederum eine Gerade, die kurz vor Uster zwischen dem 19. und dem 20. Kilometer ansteigt, um dann in die Innenstadt von Uster zu münden - wiederum in einer Schlaufe auf der Zürichstrasse Richtung Ziel.

Da sind die Beine müde und melden "Pause machen!", und du siehst auf der linken Seite der Abschrankung das Ziel zum Greifen nahe, musst aber noch ein langes Stück nach Westen laufen, um das Gleiche Stücke auf der anderen Strassenseite nach Osten zum Ziel zurückzulegen.

Egal. Wenn es der Kopf schafft, schaffen es auch die Beine! Mit einer tollen Zeit von 1:40:45 laufe ich unter dem Zielbogen durch. Damit habe ich in meiner Altersklasse (936 Teilnehmer) den 213. Platz erreich. Das sind 41 gut gemachte Plätze gegenüber 2010 - und das wieder um einem Jahr älteren Beinen...Smile blinzelnd

Overall machte das Platz 1240 (2010: 1514). Was will ich noch mehr in meinem Alter?


» Mit dem Newsletter auf dem Laufenden!