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29. Greifenseelauf 2008 in Uster - Laufbericht

Greifenseelauf in Uster - Laufbericht

Wie vor einem Jahr strahlte mich ein blauer Himmel am Morgen an. Kleine Nebelflechten tummelten sich am Himmel, verschwanden und kamen wieder. Mit 8 Grad war es wie in den letzten Tagen relativ kühl. Für den Halbmarathon prognostizierte der Wetterbericht ca. 15 Grad vom leicht bewölkten Himmel. Ideale Verhältnisse für einen Halbmarathon - finde ich. In unserem Dorf fand die jährliche Viehschau statt und in den Strassen wimmelte es ausnahmsweise nicht von Autos sondern von Braunvieh, Hunden und Ziegen.

Während ich die letzten zwei Läufe in Uster mit leicht enttäuschten Zeiten absolviert hatte, entschied ich mich dieses Jahr einfach mitzulaufen und mich von meinen Leistungen überraschen zu lassen. Das Ziel, die 1:45 in Uster zu knacken, hatte ich 2006 und 2007 leider verfehlt. Für mich war das ein wenig ärgerlich, lief ich doch in Winterthur im Mai jeweils Zeiten zwischen 1:38 und 1:42. Das Trainingsprogramm sah aber über den Hochsommer hinaus immer qualitativ schlechter aus. Diese Jahr wurde mein Trainingsplan zusätzlich durch grosses Pech torpediert: Ein Sturz Anfang Juli und nach der Heilung der Wunden zwei (!!!) Wochen später ein noch üblerer mit Endstation Notfallaufnahme.

Die letzten vier Wochen konnte ich jedoch ein qualitativ hoch stehendes Training durchziehen und war doch ein bisschen gespannt, wie sich das heute auf 21 Kilometern durchsetzen würde.

Noch bevor die Reise mit dem öffentlichen Verkehr begonnen hatte, gab es die erste Überraschung: Der Interregio nach Rapperswil fällt wegen unbekanntem Grund aus. Super. Und ich stehe auf Gleis eins und möchte Richtung St. Gallen. Auf Gleis 3 steht der REX noch. Ich spurte durch die Unterführung, um den Zug noch zu erreichen, damit ich mal bis St.Gallen kommen. In St. Gallen hat man dann aber schweizmässig organisiert. Eine S-Bahn brachte uns nach Herisau, wo auf dem gleichen Gleis schon ein Ersatzzug wartete.

Der Lauf - Nur fliegen ist schöner...

Symbolbild Greifenseelauf in Uster

Ein kühle Bise (kalter Wind) empfing uns in Uster. Heute wird das Schwitzen im Gegensatz zum letzten Jahr kein grosses Thema sein. Ideale Voraussetzungen für einen Halbmarathon: So um die 15 Grad, teilweise sonnig, kühles Lüftchen.

Nach einem Pistolenschuss, der glücklicherweise keinen der Vögel traf, die sich momentan für den Flug ins Winterquartier überall sammelten, ergoss sich das Läuferfeld wie Murmeln über die Startlinie. Innerhalb kurzer Zeit hatte ich meinen Laufrhythmus gefunden. Das ging dieses Mal sehr schnell. Sicherlich das Ergebnis der wettkampfspezifischen Läufe, welche auf meinem Trainingsplan standen. Da läuft man das angestrebte Wettkampftempo immer wieder in der Vorbereitungszeit (z.B. 3 x 2.5 km).

Bei KM 5 hatte ich schon einen Vorsprung auf meine 1:45-er Marschzeit von mehr als einer Minute. Die Intensität war aber ideal, deshalb hielt ich das Tempo von 4:45-4:50.

Die Kilometertafeln flogen nur so vorbei. Immer wieder bemerkte ich die nächste und war mir gar nicht bewusst, dass schon wieder ein Kilometer hinter mir liegen würde. Es ging mir mental und körperlich bestens. Ich genoss den Lauf und den vom Wind aufgewühlten Greifensee.

Bei Kilometer 10 hatte ich schon über 2 min Vorsprung und lief immer noch im gleichen Tempo weiter. Zwei km später erhöhte ich das Tempo leicht, da es mir immer noch blenden ging. Nun überholte ich ständig Läuferinnen und Läufer, die ihr Tempo drosseln mussten.

Bei km 15 war der Vorsprung auf fast 4 Min gewachsen. Das würde heissen, dass ich auf eine Zeit um 1:40 laufen könnte. Dann stellte sich wie schon in Winterthur das "Runner's" High ein. Die Flügel trugen mich die letzten Kilometer ins Ziel. Die letzten zwei Kilometer drehte ich auf und gab alles.

Mit einer Zeit von 1:39:03 lief ich über die Ziellinie. Das waren 6 min schneller als geplant und mehr als 8 min schneller als die bisherige Bestzeit auf dieser Strecke!

2008 2007 2006 2005
Altersklasse M40 327. (1160) 448. (1277) 632. (1226) 797. (1288)
Herren Overall 1419. (5589) 2044. (5928) 2652. (5625) 3717. (6241)
Zeit 1:39:03 1:47:12 1:50:07 1:49:19

Auf der Heimfahrt freute ich mich auf die obligaten "Meeresfrüchte mit Knoblauch".


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