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27. Greifenseelauf 2006

Der Lauf

In St. Gallen stachen die ersten Sonnenstrahlen durch den herbstlichen Nebel. Mit dem Voralpen-Express fuhr ich Richtung Rapperswil. Das Neckertal war immer noch leicht von Nebel eingenommen, aber am malerischen Oberen Zürichsee entlang zeigte sich die Sonne und heizte das erste Mal so richtig ein. In der S-Bahn Richtung Zürcher Oberland hat es wie gewohnt viele Gleichgesinnte – schliesslich sind doch einige der 13'000 LäuferInnen mit dem Zug unterwegs.

Die Hitze schleicht mit

Kurz nach drei Uhr setzte sich „unser“ Startblock langsam aber sicher in Bewegung und ergoss sich auf die Strecke des Greifensee-Halbmarathons. In gleichmässigem Takt klatschen Hunderte von Laufschuhen auf den Asphalt. Wie schnell würde der erste Kilometer wohl sein? Knapp unter 5 Minuten. Gut, wie geplant, aber schon nach dem dritten Kilometer spürte ich die extreme Wärme, vor der uns der Speaker vor dem Start noch gewarnt hatte: 25 Grad. Nur an exponierten, schattigen Stellen zog ein kühles Lüftchen durch die Läuferscharen.

Mein Kopf schien bald zu glühen. Das erinnerte mich an den Lauf vor zwei Jahren. Es konnte also relativ hart werden heute und die guten Lauferinnerungen vom Winterthur-Halbmarathon im Mai bei kühlen 12 Grad würden sich wohl nicht wiederholen. Kilometer für Kilometer verlor ich Zeit auf die geplanten 1:45 und wusste schon vor der Hälfte, dass ich mir ein „neues“ Ziel nehmen musste. Der Gedanke, nach den 1:41 vom Mai heute mit über 1:50 zu finishen, nagte gewaltig an meiner Motivation. Die 10-Kilometer-Markierung passierte ich mit 51:27 und es folgten zwei angenehmere Kilometer. Dann, ab Kilometer 13 meldete sich die mentale Krise in regelmässigen Abständen und ich musste alle Register ziehen, um am Laufen zu bleiben. Zusätzlich fing mein linker Fussball an zu brennen, eine Erfahrung, die ich bisher noch nie machen musste. Ich konzentrierte mich auf meine Laufhaltung und nahm als Zwischenziel die nächste Kilometermarkierung vor. So „kämpfte“ ich mich Schritt um Schritt, Kilometer um Kilometer um den zweiten Teil des Greifensees. Vor Kilometer 20, beim Anstieg Richtung Uster, spürte ich dann endlich wieder Kraft, um das Tempo etwas zu forcieren. Für den letzten packte ich alle meine Reserven und überquerte die Zielmatte in 1:50:07.

Ich war zwar etwas enttäuscht, aber als ich dann in der Rangliste feststellte, dass ich in meiner Alterklasse gegenüber dem Vorjahr 150 Plätze gutgemacht hatte, konnte ich mich doch über meine Leistung freuen, auch wenn ich mit fast über 9 Minuten deutlich hinter meinem Frühlings-Halbmarathon lag. Wahrscheinlich war es gar nicht schlecht, nach zwei optimal gelaufenen Halbmarathon-Läufen wieder einmal so richtig kämpfen zu müssen...

Infos zum Greifenseelauf, welcher jeweils im September stattfindet:

Jahr Altersklasse M40 Herren Overall
2005797.3717.
2006632.2652.

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