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Den ersten Marathon gelaufen

Erlebnisbericht von Harald

Den ersten Marathon laufen - Zürich - Marathon

Jetzt liegt der besagte Marathon vier Tage zurück und ich bin MEGA zufrieden…

Die letzten fünf Vorbereitungsläufe liefen nicht so gut, ich war die ersten ca. 40min. immer sehr schlapp, fand schlecht den Rhythmus. Es ging sogar soweit, dass ich mich fragte, ob ich überhaupt nach Zürich fahren sollte, oder verschieben auf 2009!

Dann am Abend in Zürich die Startnummer holen, die Pasta-Party, die Messe, die ganzen Läufer, es kribbelte wie verrückt… Die Nacht habe ich vor Aufregung schlecht geschlafen, was ziehe ich an, wie geht’s mit dem Essen, trinken? Morgens dann Brot und Honig, völlig normal, obwohl ich um 5.45 Uhr sonst nie was esse. Dann aber noch Teigwaren, nach ein paar Löffeln war Schluss, um die Uhrzeit Teigwaren ging einfach nicht! Die Zugfahrt um 06.30 Uhr, überall steigen Läuferinnen und Läufer zu, die Spannung steigt.

Wettkampfvorbereitung

Dann Landiwiese, alle strömen Richtung Bahnwagen (Kleiderdepot), so ruhig ist Zürich am Sonntagmorgen. Eine Gruppe Iren gehen mit uns, auf einmal fängt einer an zu singen…, eine besondere Stimmung… Überall bereiten sich Läufer vor, Stretchen, laufen, dehnen. Ich bin endgültig nervös. 8.15 Uhr reihe ich mich beim 4 Stunden Ballon ein, ein Läufer der den Ballon mit sich führt und an dem man sich orientieren kann.

Es geht los!!!

Den ersten Marathon laufen - Zürich-Marathon

Der Startschuss, es gibt kein zurück, es geht endgültig los. Überall Beine, wo soll ich frei laufen, vor mir Läufer, die mir zu langsam sind, Gedanken- lauf auch lieber langsam… denk an den Hammermann, lauf dein Tempo. Doch ich überhole wo ich kann, komme in die Nähe vom 3:45 Stunden Ballon, lerne Urs und Stefan vom KABA-Team bei km 5 kennen. Sie haben Erfahrung, sind letztes Jahr um die 3:50 gelaufen, ich darf mich ihnen anschliessen. Jetzt laufe ich doch auf Pulsdurchschnitt 159, wie Christian vorgeschlagen hat… Ich warte auf die Erschöpfung, bin noch nie länger als 45 Minuten mit der Pulsfrequenz gelaufen, aber es funktioniert, erst bei km 31 muss ich die Beiden laufen lassen und laufe mit Puls 152 weiter. Km 35 ist grausam, ich denke ich laufe nie mehr einen Marathon, nur hier noch zu Ende, nicht aufgeben, dann sieht man das Opernhaus dicht vor sich, freut sich auf die Stadt, das besondere Feeling, das Publikum klatscht, feuert an, die Musik auf der ganzen Strecke einfach besondere Augenblicke und dann zurück zum Tiefenbrunnen, mir kommt der Gedanke vom Monopoly, gehe zurück zum Start…

Die letzten Kilometer zur Traumzeit

Ich beisse mich durch, bei km 39 kurz stehen nochmals essen und trinken, wie auf der ganzen Strecke, was ich früher nie gemacht habe beim Halbmarathon und ohne Verpflegung (feste Nahrung) hätte ich den Marathon nicht geschafft, auch eine neue Erfahrung. Dann noch drei Kilometer, bei 40 steht meine Frau, die Kinder, meine Mutter die uns gerade besucht, das motiviert nochmals. Um mich rum Läufer mit Krämpfen, Erschöpfungszuständen…, ich sehe das Ziel und bin bei 3:38. Jetzt der Gedanke, du schaffst deinen Traum den allerersten Marathon laufen und dann noch unter 4 Stunden. Ich achte nicht mehr auf den Puls renne ein kleines Stück mit meiner zehnjährigen Tochter und dann sehe ich nur noch das gelbe „Tor“. Als ich durchlaufe, ein unbeschreibliches Gefühl!!!!!!! Meine Zeit 3:48,05, ich hab es geschafft…, mir kommen sogar ein paar Tränen und ich bin MEGA glücklich und auch ein bisschen Stolz!

Die Medaille, das Finishertrikot, all die Leute die Klatschen, einfach unbeschreiblich, das muss jeder mal erlebt haben! Kurz vorher noch der Gedanke, dass mache ich nie wieder und jetzt, soll ich mich schon gleich wieder anmelden oder mal abwarten?

Sollte jemand Fragen oder Anregungen haben, kann man sich über Lauftipps.ch melden und dann wird der Kontakt zu mir hergestellt. Ich möchte allen gerne helfen oder unterstützen, die in ähnliche Lebenslagen kommen.

Nun wünsche ich allen viele schöne Stunden mit einem der schönsten Hobbys, das es gibt...

Harald 


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