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Advensstimmung und Lauftraining

Sandkorn - die Laufkolumne

Adventsstimmung und Lauftraining

In zwei Wochen ist Weihnachten. Schnee hatten wir noch keinen in dieser Saison - im Gegenteil, vorgestern, am 8. Dezember stieg bei uns das Thermometer am Vormittag auf über 16 Grad Celsius. Der Föhn (ein warmer Wind) fegte bei uns Nebel und Dunst weg, sorgte für brilliante Sicht und eben frühlingshafte Temperaturen. Wenn dieser Föhn aber dann jeweils zusammenbricht, dann sacken die Temperaturen in den Keller.

Heute war es nun eben nicht kalt, sondern saukalt. Schon abends um halb neun - und ich müsste noch eine Laufeinheit abhaken. Wie immer in solchen Fällen schaue ich fünf Mal zum Fenster hinaus und dreimal auf das Thermometer, bis ich mich entschliesse, nach draussen zu gehen.

Da es unter Null Grad anzeigte, wickelte ich mich mit zahlreichen Funktionsleibchen ein, so dass eine Zwiebel neidisch geworden wäre. Leuchtweste und Blink-Armband übergezogen, Fotoapparat und Handschuhe eingepackt, rein in die Schuhe und aus der warmen Wohnung in die Kälte.

Überall wurden wieder die vielen Lichtdekorationen montiert, am Stromnetz angeschlossen und leuchten nun um die Wette. Zwischendurch knipse ich solche Advents-Spuren, um dann gleich darauf wieder locker weiter zu joggen. Abends ist immer die Runde Richtung St. Gallen aktuell, weil die Strasse zum grössten Teil beleuchtet ist.

Ein sicher fünf bis sechs Meter hoher Tannenbaum, welcher direkt an der Strasse im Garten eines Einfamilienhauses steht, leuchtet mit den hunderten von Lämpchen die ganze Strasse aus. Hier wäre es sonst stockdunkel, da es auf einem kurzen Stück keine Strassenlampen hat.

Kurz vor dem Einbiegen in die Hauptstrasse Richtung St. Gallen ist die Umgebung so gut ausgeleuchtet, dass man hier problemlos Zeitung lesen könnte. Nur, wer möchte das schon bei minus 4 Grad? Und bin ja auch in anderer Mission unterwegs.

Nach dem sonntäglichen Weihnachtsverkauf ist in den Geschäften wieder die sonst sonntägliche Ruhe eingekehrt. Nur die Lichterketten, Girlanden, Rentiere und Nikoläuse leuchten um die Wette. 

Adventsstimmung und Lauftraining
Adventsstimmung und Lauftraining

Mitten im Quartier, welches ich durchlaufe, schmeckt es nach frisch gebackenem Weihnachtsgebäck. Das erinnert mich daran, dass in zwei Wochen Heiligabend ist und ich noch keine "Guetzli", wie man bei uns sagt, gebacken habe. Das ist schon immer Papa-Sache gewesen und so hoffe ich jeweils, dass niemand aus der Familie den Einkaufszettel für die vielen Guetzli-Zutaten als Rezept verwechselt.

Die am Strassenrand parkierten Autos sind von einer dünnen Eisschicht überzogen, welche im Licht der Strassenbeleuchtung fein funkelt. Ich habe von den Zehen bis zur Nasenspitze schön warm, auch wenn ich zwischendurch den Fotoapparat zücke und ein paar Advents-Spuren mitnehme.

Bei einem Weihnachtsplakat bleibe ich stehen und mache ein paar Bilder. Unter dem Firmensignet steht in verschiedenen Sprachen "Frohe Weihnachten". Die Kids sind schon recht unruhig und zählen die Tage ab, bis der Weihnachtsmann, oder bei uns s' Chrischchindli kommt.

Adventsstimmung und Lauftraining
Adventsstimmung und Lauftraining

Ob ich wohl mit dem Weihnachtsgebäck noch vorher fertig werde? Und wenn ja, gibt es wohl dieses Jahr wieder einmal Schnee an Weihnachten?

Kurz vor dem Ende meiner abendlichen Laufeinheit blitzt und leuchtet es von einem Wohnblock her: Blaues, kaltes Licht zuckt hin- und her, rote Sterne leuchte auf und wechseln sich mit weissen Blitzen ab. Keine würdige Weihnachtsbeleuchtung - eher ein Notruf-Zeichen, aber auch das sind Advents-Spuren.

Nach der warmen Dusche geniesse ich einen heissen Punsch und ein paar Datteln. Neben mir liegen die Rezeptkarten für die Weihnachtsguetzli...

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