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Max Laufgeschichten: Wie Max zum Laufen kam

Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen haben sich diese selber zugeschrieben.


Erfolg beginnt im Kopf  (11)

Max befand sich mitten in der Vorbereitung auf seinen Halbmarathon. Es lief so gut wie noch nie und Max konnte Dank den Aufbautipps von Laufkollege Marco (Max: Teil 10) schon lange Läufe von ein dreiviertel Stunden laufen.

Doch wie bei vielen Läuferinnen und Läufern, welche über längere Zeit auf ein Ziel hin trainieren, schleichen sich irgendwann fast unlösbare Motivationsprobleme ein.

Lauftraining und Motivationsprobleme

Max traf es völlig unvorbereitet: Der Tag hatte gar nicht gut begonnen. Das gibt es manchmal. Aber im Gegensatz zu anderen Tagen machte dieser keine Anstalten, sich zu bessern. Zuerst war Max schlecht aufgestanden. Draussen regnete es in Strömen. Die Kaffeemaschine kam nicht in Schwung. Max auch nicht. Vor dem Verlassen des Hauses war der Regenschirm nicht dort, wo er ihn vermutet hätte und überhaupt! "Wenn du so weiter machst", drohte Max dem noch jungen Montag, "wird aus dir garantiert nichts rechtes!" - Das sass. Aber verändert hat sich nichts.

Die Sekretärin verschlampte einen wichtigen Termin, den er nur dank seinen läuferischen Fähigkeiten noch einigermassen rechtzeitig erreichte. Der Chef liess ein paar unpassende Montags-Bemerkungen fallen, der Bus hatte am Mittag Verspätung und raubte ihm eine Viertelstunde des wichtigen Mittagsschläfchens und in der Kaffeepause am Nachmittag erwischte Max aus hundert frischen Portionen genau die, welche vor sich hinsäuerte.

Die Laufmotivation lässt auf sich warten

Auf dem Nachhauseweg war Max plötzlich ein bisschen stolz, all die Unannehmlichkeiten gut überstanden zu haben. Doch da war ja heute noch was: Ein wichtiges Tempotraining stand auf dem Programm. Nein! Heute nicht! Sicher das nicht auch noch. Fertig lustig, jetzt wird nur noch ausgespannt!

Er stellte seine Aktentasche in den Flur. Und da blinzelten sie ihn wieder an. Er konnte nicht ausweichen! Da standen die Laufschuhe bereit für das Tempotraining. Mit einem entschuldigenden "Heute leider nicht!" packte der die Laufschuhe und schob sie aus seinem Blickfeld weg unter die Kommode, welche im Flur stand.

Dann liess er sich wie ein gefeierter Wettkämpfer ins Sofa fallen, wo er vom plüschigen Polster und den Kissen fast verschluckt wurde. Feierabend! Ruhe! Der Blick schweifte durch das Wohnzimmer und blieb an der Terrassentür kleben: Der strömende Regen hatte eben gerade erst aufgehört und erste Sonnenstrahlen tauchten die nassen Blätter der Bäume in glänzendes Licht.

Max stemmte sich aus dem Sofa, öffnete die Tür zum Gartensitzplatz und liess sich von der rein gewaschenen Luft umfluten. Er schloss die Augen. Die frischen Lüftchen trugen nach und nach die grauen, klebrigen Alltagsschleier weg und machten einem tollen Gefühl von Feierabend Platz.

"Hey, Max! Was machst du denn da auf dem Fussboden?", rief seine Frau überraschend durch den Hausflur. "Ich gehe laufen!", entgegnete er, während er seine Laufschuhe unter der Kommode hervorfischte. Und das tönte so, als wäre es für ihn schon den ganzen Tag über immer klar gewesen.


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