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Max Laufgeschichten: Wie Max zum Laufen kam

Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen haben sich diese selber zugeschrieben.


Die Entscheidung! (4)

Das am Laufschuh baumelnde Preisschild (Max: Teil 3)hatte Max schon lange vergessen. Er fühlte sich so fit, wie noch nie in seinem Leben und das Laufen gehörte zur Woche wie der Montag, Samstag oder Sonntag.

Eines Tages hatte sich Max definitiv entschieden. Es war während eines seiner gemütlichen Läufe durch den nahen Wald. Zwei Läufer überholten ihn plaudernd, als er den Begriff "Stadt-Lauf" aufschnappte, welcher ihn nun auf der ganzen restlichen Trainingsrunde durch seinen Wald verfolgte. Warum nicht einmal die tolle Atmosphäre eines Stadtlaufes aufsaugen? Das Gefühl zu haben, einen Medaillenplatz erobern zu können, während die Zuschauer ihn fenetisch anspornen würden?

Waldlauf mit guten Ideen

Der Wettkampf im Wald

Unmerklich verfiel Max in ein schnelleres Lauftempo und jeder Strauch war in Gedanken ein jubelnder Zuschauer mehr. Die tanzenden Blätter an den unteren Ästen winkten ihm wie Fans zu. Das durch das dichte Blätterdach zuckende Sonnenlicht kam vom Blitzgewitter der vielen Fotografen aus aller Welt. Jetzt kam die Zielgerade und als Max gerade mit hocherhobenen Armen den ballongeschmückten Torbogen passierte, holte ihn ein "Max, heute bist du ja voll schnell unterwegs!" auf den realen Waldboden zurück. Die Enttäuschung war gross, dass er, Max, anstatt auf dem Siegerpodestchen die Medallie in Empfang zu nehmen, neben Erna stand, die ihn nun sicher wegen den erhobenen Armen belächeln würde.

Wieder auf dem Teppich

"Max, das war ja ein Höllentempo! Trainierst du auf einen Wettkampf hin?", sprudelte es aus Erna hervor. Max kannte Erna nur zu gut, und bevor er sich irgend etwas zusammenreimen konnte, rutschte es ihm raus: "Ja, ja! Ich trainiere auf den Stadtlauf. Soll ne tolle Stimmung geben!" Nun gab es kein Zurück mehr! Wenn Erna das wusste, dann wussten es alle. Sie war sozusagen das sprechende Tagblatt der Region und so begeistert von seinem Vorhaben, dass sie ihn gleich professionell zu interviewen begann.

Erna war nicht nur angefressene Klatschtante, sondern auch Läuferin und wusste gleich die ganze Startliste runterzufaseln. Und sie hatte, während sie Max im gemächlicheren Tempo nach Hause begleitete, mindestens 1001 Tipp, was Mann und Frau vor, während und nach eines Wettkampfes alles beachten müsse. Max liess die Tipps abprallen wie Regentropfen auf einer Goretex-Jacke. Das Erreichen des eigenen Gartenzauns war eine Erlösung und während er die Tür hinter sich schloss, plätscherten jenseits des Gartenzauns die Tipps Nummer 999, 1000 und 1001 in die Abendstille. Um ihn wurde es gemütlich ruhig.

Ein Laufwettkampf muss her

Er streifte seine Laufschuhe ab und ging nicht, wie üblich, gleich unter die Dusche, sondern wühlte sich durch die Zeitschriftenablage, bis er die Ausschreibung zum diesjährigen Stadtlauf fand. Wie eine Trophäe hielt er die Seite, die er fein säuberlich aus der Zeitung gerissen hatte, in die Höhe.

"Erna, ich komme!", rief Max, bevor er die Badezimmertür hinter sich schloss und deshalb nicht mehr hörte, wie seine Frau etwas irritiert zurückfragte, was er denn heute noch vorhätte.

» Max und der Sklaventreiber (5)


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