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Achillessehnenprobleme beim Lauftraining

Achillessehnenprobleme beim Laufen

Eine heldenhafte Sehne

Den Namen hat die "berühmte" Läufersehne vom Helden Achill aus der griechischen Antike geerbt. Um ihren Sohn unsterblich zu machen, tauchte ihn seine Mutter, die Meeresgöttin Thetis, ins Wasser des Styx. Achill wurde unverwundbar. Die einzige verletzliche Stelle war die Ferse. Dort hatte ihn seine Mutter beim Eintauchen festgehalten.

Funktion der Achillessehne

Die Achillessehne ist die kräftigste und dickste Sehne des Menschen. Sie setzt am oberen Teil des Fersenbeins an und ist die gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels.

Bei der Geh- oder Laufbewegung wir der Vorfuss kraftvoll nach unten gezogen und sorgt für die Beugung des Sprunggelenkes. Diese Bewegung ist für den Abstoss des Fusses beim Fortbewegen nötig. Aus diesem Grund ist eine Entzündung der Achillessehne im Laufsport häufig anzutreffen. Meist ist die Sehne am Ansatz des Fersenbeins betroffen, oft aber auch die Sehne und das sie umgebende Gleitgewebe leicht oberhalb des Fersenbeins. Da die Achillessehne eine sehr geringe Elastizität aufweist, kann sie auf die Dauer Überlastungsspitzen nicht standhalten. Die im intensiven Training auftretenden kleinsten Verletzungen des Sehnengewebes können zu einer Reizung führen.

Eine Entzündung macht sich oft mit dumpfen oder stechenden Schmerzen bemerkbar. Wenn diese Beschwerden nicht behandelt und die Fehl- oder Überbelastungen nicht reduziert werden, kann es zu narbigen Veränderungen der Achillessehne kommen.

Beschwerden an der Achillessehne

Die Beschwerden können in drei Stufen eingeteilt werden:
Stufe 1: Die Schmerzen an der Achillessehne treten am Anfang des Trainings auf und verschwinden während der Belastung wieder, bzw. treten nach dem Training auf.
Stufe 2: Die Beschwerden verschwinden auch während der Belastung im Training nicht mehr.
Stufe 3: Die Schmerzen sind dauernd vorhanden.

Achillessehnenproblem durch schlecht sitzende Laufschuhe

Mögliche Ursachen von Achillessehnen-Beschwerden

Zu hohe Trainingsteigerung: Wenn du dein Training zu schnell steigerst, dauernd am Limit trainierst, "fährt" dein Bewegungsapparat immer an seiner Grenze. Das Herz-Krieslauf-System passt sich viel schneller an die neuen, grösseren Trainingsreize an. Auf der Strecke bleiben überlastete Sehnen, Bänder und Muskeln.

Ungeeignete Laufschuhe: Läufer, welche mit Überpronation oder Übersupination (starkes Abkippen des Fersenbeins nach innen, beziehungsweise aussen) zu kämpfen haben, benötigen funktionelle Laufschuhe, welche den Fuss besser führen. Normalfussläufer benötigen diese Stützfunktionen nicht. Vielfach treten Achillessehnenbeschwerden bei Fussfehlstellungen, rsp. bei falsch gewähltem oder schlecht sitzendem Laufschuhwerk auf.

Wadenmuskulatur: Die oben erwähnte geringe Elastizität der Sehne führt dazu, dass die Stösse bei der Belastung vor allem von der Wadenmuskulatur übernommen werden muss. Ist der Wadenmuskel durch falsche Laufschuhe, Fussfehlstellungen oder zu hartem Training verkürzt, führt das zu einer erhöhten Vorspannung der Achillessehne. Die Belastungsspitzen können deshalb nur noch bedingt abgefedert werden.

Laufuntergrund / Bergtraining: Wenn du im Schnee oder im Sand trainierst, musst du dir bewusst sein, dass die Belastung auf die Achillessehne drastisch ansteigt. Das gleiche gilt für übertriebenes Bergauf- oder Bergablaufen.

Vorbeugung

  • Training behutsam steigern
  • Laufschuhe im Fachgeschäft mit optimaler Beratung kaufen
  • Lebensdauer der Laufschuhe beachten
  • Bei Verdacht auf verkürzte Wadenmuskulatur - nach dem Training dehnen
  • Bei ungewohntem Laufuntergrund Training noch behutsamer steigern
  • Fuss- und Wadenmuskulatur mit Fussgymnastik trainieren
  • Bei leichten (!) Beschwerden im Lauf- und / oder Strassenschuh unter der Ferse ein 3-5mm dickes Korkplättchen legen. Entlastet die Achillessehne.

Wenn du die Achillessehnen-Probleme nicht in den Griff bekommst, so ist es wichtig, dass du dich frühzeitig fachlich beraten lässt!

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