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Infekt, Grippe und Lauftraining

Bettruhe statt Lauftraining

Infekt und Grippe - Laufpause

Da bist du gerade in Hochform aufgelaufen und freust dich auf den bevorstehenden Wettkampf. Während mehreren Monaten hast du dich darauf vorbereitet und auf vieles verzichtet.

Nun stellst du fest, dass dein Ruhepuls erhöht ist, vielleicht läuft deine Nase und die Gelenke schmerzen. Dich hat es erwischt!

Eine Erkältung wird von anderen Viren ausgelöst als die richtige Grippe. Die  Erkältung beginnt meist langsam mit einer laufenden Nase, während die Symptome einer Grippe (Gliederschmerzen, Erschöpfung, Fieber, Husten, Schluckweh, Kopfweh...) relativ überraschend auftauchen. 

Lauftraining: Ja oder nein?

Während du mit einer leichten Erkältung trotzdem ein lockeres Training absolvieren kannst, ist bei einer Grippe Training in jeglicher Form Gift für den Körper. Wer mit Fieber seinen Kreislauf intensiv belastet, kann sich eine gefährliche Herzmuskelentzündung zuziehen. Bei Erkältungen, welche den Halsbereich oder die Bronchien angegriffen haben, ist Training ebenfalls tabu.

Das Fieber ist eine gesunde Abwehrreaktion des Körpers und du solltest es im Normalfall nicht mit Medikamenten eindämmen. Fieber erhöht die Abwehr- und Heilungsprozesse in deinem Körper und hilft, die Erkältung schnell wieder loszuwerden. Wenn dein Immunsystem die Herrschaft über die Viren gewonnen hat, geht das Fieber selbständig wieder zurück.

In Bezug auf das Training gilt folgende Regel: So viele Tage, wie die Grippe (das Fieber) dauerte, streichst du dein Training ersatzlos. Anschliessend fängst du wieder langsam mit lockeren Einheiten an. Bei Erkältungen ist unter Umständen nach dem Abklingen der Symptome ein früherer Trainingsbeginn möglich. Höre aber auf deinen Körper!

Die Trainingseinheiten, die du damit verpasst hast, stehen in keinem Verhältnis zu den Problemen, die du einfangen könntest, wenn du mit Fieber oder noch nicht vollständig erholt laufen würdest.

Ich denke, der Körper holt sich die nötige Ruhe selber - und wir sollten sie ihm auch geben. 

Warum erwischt es mich?

Die in der Luft enthaltenen Schadstoffe greifen die Schleimhäute von Nase, Mund, Bronchien und Lunge an und machen sie anfällig für Infekte. Hauptverursacher für die Luftschadstoffe sind Heiz- und Autoabgase, aber auch Ozon aus Kopierern und Laserdruckern.

Besonders bei Inversionslagen im Winter (Luft bleibt unter der Nebeldecke eingeschlossen, es findet kein Luftaustausch statt) enthält die Luft grosse Mengen an Stickoxiden und Dieselruss.

Die Schleimhäute der Atemwege werden durch die grossen Temperaturunterschiede zwischen innen und aussen viel anfälliger für Infekte.

Nach grossem Stress oder sehr intensiven Trainingseinheiten ist das Immunsystem deines Körpers geschwächt. Man spricht hier vom "open window". Die Viren haben es leicht, die natürliche "Barriere" zu durchbrechen und einen Infekt auszulösen.

Wenn Mitmenschen Schnupfen haben, so bleiben Viren, welche auf Türfallen, Lichtschaltern, Telefonen usw. gelangen, bis zu einem Tag lebensfähig und können so auf weitere Personen übertragen werden.

Nicht die Kälte an sich ist schuld...

Viele meinen, sie erkälten sich, weil es im Winter kälter ist. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn Antarktisforscher erkälten sich sehr selten. Erkältungen haben mit dem Winter direkt wenig zu tun.

Kälte ist gesund

Sie wird durch Viren ausgelöst, welche sich in warmen und geschlossenen Räumen sehr wohl fühlen. Im Winter hält man sich sehr häufig mit vielen Leuten auf kleinem Raum auf (Bus, Restaurant, Büro...) und kann so die Viren gut weitergeben. Die Leute lüften ihre Wohn- und Arbeitsräume zu wenig und man hält sich seltener im Freien auf. Zudem fehlt das Sonnenlicht. Wenn du das Gefühl hast, die Erkältung am Vortag aufgefangen zu haben, so kann das auch der Beginn der ersten Symptome der eingefangenen Erkrankung gewesen sein. Ein leichter Fieberschub lässt die warme Umgebung trotzdem als "kalt" empfinden.

Im Freien fängst du dir keine Erkältungsviren ein. Die würden diese Temperaturen gar nicht überleben. Deshalb ist es wichtig, dass du auch im Winter oft im Freien aufhältst und möglichst grosse Menschenansammlungen in kleinen Räumen meidest. 

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