Suchcode diese Seite: 211
Gesundheit » Muskelkrampf

Muskelkrampf

Dauerlauf und Muskelkrampf

Ist das dir auch schon passiert, dass du nachts erwacht bist und sich die Wadenmuskulatur derart verkrampft hat und schmerzte, dass du am liebsten laut aufgeschrien hättest? Ein solcher Muskelkrampf kann verschiedene Ursachen haben. Während eines Laufes kann es bei zu starker und ungewohnter Belastung zu einem Muskelkrampf kommen. Auch ein Elektrolytmangel kann einen Krampf auslösen. 

Die Muskulatur ist so aufgebaut, dass sich beim Zusammenziehen (der Muskelarbeit) Elemente in den Muskelzellen ineinander schieben. Kurze Zeit später lösen sie sich wieder, um, wenn nötig, den gleichen Vorgang wiederholen zu können. Mit dieser Muskelarbeit (Zusammenziehen - Loslassen) können Knochen und Gelenke erst überhaupt bewegt werden. Damit diese Arbeit geleistet werden kann, benötigt der Muskel Energie, aber auch Elektrolyte (z.B. Magnesium, Kalzium, Kalium, Natrium).

Die durch die Arbeit entstehenden Abbauprodukte, darunter das bekannte Laktat, müssen vom Blutkreislauf schnell abtransportiert werden, um eine Übersäuerung zu verhindern. Sind die Energie- und Elektrolytspeicher beinahe entleert, können sich die Muskelfasern nach der Arbeit nicht mehr lösen und bleiben zusammengezogen. Diese Stoffwechselstörung des Muskels nennen wir Muskelkrampf.

Ausgewogene Sport-Ernährung

Fehlt es im ganzen Körper an Elektrolyten, kann es besonders in der Nacht zu lokalen Krämpfen kommen, welche meist die Waden- oder Fussmuskulatur betreffen. Aus diesen Gründen ist es gerade für den Ausdauersportler wichtig, seinen Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten, vor allem, wenn die Muskeln durch lange und intensive Trainingseinheiten stark belastet sind. Mit einer ausgewogenen Ernährung kannst du solche Unannehmlichkeiten vermeiden. Ein vorzüglicher Spender von Kalium ist die Banane, aber auch Gemüse- und Früchte, Nüsse und Milchprodukte enthalten dieses wichtige Mineralsalz.

Wer in der Woche 4 - 5 mal oder mehr trainiert, hat einen erhöhten Magnesiumbedarf, welcher auch bei einer ausgewogenen Ernährung auf die Dauer kaum gedeckt werden kann. In diesem Falle ist es sinnvoll, mit einem Magnesiumpräparat das Defizit auszugleichen. Am besten nimmt man dieses nach einem Training zu sich. Eine Magnesium-Zugabe ist nur sinnvoll, wenn sie regelmässig über eine längere Zeit erfolgt, da erst mit dieser Bedingung der Magnesiumspiegel in der Muskulatur ansteigen wird. Wer erst drei Tage vor einem Wettkampf damit anfängt, ist auf verlorenem Posten.
Ausserdem sollte Magnesium nie in grossen Mengen während des Wettkampfes oder Trainings eingenommen werden. Ausgeschlossen davon sind wohldosierte Zusammenstellungen eines Elektrolyt-Getränkes.

Krämpfe beim Laufen

Krämpfe (besonders Wadenkrämpfe) können natürlich auch bei einem Lauftraining oder Wettkampf auftreten. Die Ursache ist meist ein Flüssigkeits- und Mineraliendefizit (Natriummangel), welches sich durch Beigabe von Natrium (z.B. in Form von Speisesalz - Natriumchlorid) beheben lässt.

Unter Umständen können Krämpfe während einer intensiven Belastung (Wettkampf) auch ein wichtiges Signal sein, welches die physiologischen Grenzen aufzeigt und klar macht, dass die Muskulatur nicht optimal auf diese Belastung vorbereitet wurde.

Magnesiumspender (jeweils 100 g):

  • Sonnenblumenkernen  420 mg
  • Sojaflocken 250 mg
  • Hirse 170 mg
  • Nüsse 170 mg
  • Haferflocken 140 mg
  • Vollkornbrot 92 mg